In Deutschland gibt es 16 IMAX-Installationen. Nur zwei zeigen das volle Bildformat 1,43:1, zwei laufen noch mit der alten 2K-Xenon-Technik, und kein einziges Kino im Land kann IMAX auf 70-mm-Film projizieren. Hier steht, was wo läuft.
Eine 1,43:1-Leinwand ist fast so hoch wie breit, ein in diesem Format gedrehter Film behält dort alles, was die IMAX-Kamera aufgenommen hat. Auf einer 1,90:1-Leinwand fehlen oben und unten Bildanteile. Das Bild ist nicht schmaler, sondern niedriger.
Zwei deutsche Säle zeigen die hohe Fassung: Karlsruhe und Sinsheim. Überall sonst siehst du die beschnittene.
Zwei Kinos tragen die Spitze dieser Liste. Der Rest Deutschlands sitzt bei Nummer drei.
Das Original: 15/70-mm-Film, der quer durch den Projektor läuft, rund 7K an Detail auf einer Leinwand, die fast so hoch wie breit ist. Dafür drehen Regisseure wie Christopher Nolan. In ganz Europa können das nur sechs Kinos.
Ein Grand-Theatre-Saal mit zwei 4K-Laserprojektoren und einer Leinwand, die hoch genug für das native 1,43:1 ist. Digital statt Film, aber du siehst das komplette Bild: rund 40 % mehr Bildhöhe als in jedem anderen deutschen IMAX. Dazu 12-Kanal-Ton.
Die deutsche Standardinstallation von heute: zwei 4K-Laserprojektoren, 12-Kanal-Ton, tiefes Schwarz, helles Weiß. Die Leinwand ist breit, aber vergleichsweise niedrig, in 1,43:1 gedrehte Filme werden oben und unten beschnitten. Trotzdem deutlich über einem normalen Saal.
Die erste digitale IMAX-Generation aus den 2010ern: zwei 2K-Xenon-Projektoren und 5.1-Ton. Dunkler, kontrastärmer und niedriger aufgelöst als die Lasersäle, auf Leinwänden, die teils kleiner sind als ein guter normaler Saal. Über diese Installation ärgern sich Cineasten.
Eine Kuppelleinwand, die das Sichtfeld umschließt, dazu stark ansteigende Sitzreihen und, als einziges Kino in Deutschland, echter analoger Film. Gezeigt werden Dokumentationen, keine Spielfilme: dafür ist die Kuppelgeometrie nicht gemacht.
Sortiert nach Leinwandfläche. Jedes Rechteck unten zeigt die echte Form und das Größenverhältnis der Leinwand. Die beiden goldenen Zeilen sind die einzigen Säle Deutschlands, in denen ein in IMAX gedrehter Film in voller Höhe läuft.
Die größte permanente Kinoleinwand der Welt (Guinness World Records, Dezember 2022), aber 1,90:1, ein 1,43:1-Film wird also trotzdem beschnitten.
Die einzige analoge IMAX-Filmprojektion, die es in Deutschland noch gibt. Nur Dokumentationen.
Grand-Theatre-Saal: das volle Bildformat 1,43:1 und damit Europas größte IMAX-Leinwand in diesem Format. Das Museum gibt die Bildwand mit 27 × 22 m an; die projizierte 1,43:1-Fläche ist etwas kleiner.
Grand-Theatre-Saal: das volle Bildformat 1,43:1, zwei 4K-Laserprojektoren, 12-Kanal-Ton.
Ältere 2K-Xenon-Projektion, 5.1-Ton.
Deutschlands jüngstes IMAX, eröffnet im Juli 2026.
Ältere 2K-Xenon-Projektion, 5.1-Ton. Die kleinste IMAX-Leinwand des Landes.
Das Kino veröffentlicht keine Leinwandmaße, die hier gezeichnete Form ist aus der Fläche geschätzt.
Wenn ein Film mit IMAX-Kameras gedreht wurde, zeigt erst die 15/70-mm-Kopie alles, was die Kamera aufgenommen hat. In Deutschland ist kein Kino dafür ausgerüstet.
Analoges 70 mm ist nie verschwunden. Vier deutsche Traditionshäuser legen es weiterhin ein, und auf einer großen gekrümmten Bildwand kommt eine 70-mm-Kopie dem, wie so ein Film gedacht ist, hierzulande am nächsten.
Die Schauburg in Karlsruhe projiziert auf eine gekrümmte Cinerama-Bildwand, jene Form, für die in den 1950ern ganze Kinos gebaut wurden.
IMAX ist nicht automatisch die größte Leinwand im Haus. Das Cinemagnum in Nürnberg wurde in den 1990ern als IMAX gebaut, gab die Lizenz 2010 ab und ist mit 609 m² noch immer größer als jedes deutsche IMAX außer Leonberg und Sinsheim. Der Saal steckt 35 Meter tief im Nürnberger Sandstein.
Vier deutsche Kinos betreiben ein vollwertiges Dolby Cinema: Dolby-Vision-Projektion mit deutlich tieferem Schwarz als im normalen Saal, dazu Dolby Atmos. Die Leinwände sind kleiner als die IMAX-Riesen. Dieses Format konkurriert über Kontrast, nicht über Quadratmeter.
30 × 16 m · 8K+ · LED
Das Cinemagnum in Nürnberg ersetzt seine Projektionsleinwand durch eine LED-Wand von 30 × 16 Metern mit über 8K, das größte Kino-LED-Display der Welt, gekrümmt und bündig in die Wände gesetzt. Eine LED-Wand strahlt selbst, statt das Licht eines Projektors zu spiegeln: echtes Schwarz, und kein Nachlassen, wenn die Lampe altert.
Flächenmäßig ist sie kleiner als die Leinwand, die sie ersetzt. Ob der Tausch aufgeht, ist die spannende Frage dieses Herbstes.
München, Stuttgart, Köln und Bremen. Das Münchner schloss 2009, und Hamburg verlor ein zweites, als das UCI Othmarschen 2024 nach einem Wasserschaden endgültig dichtmachte. Die nächsten Säle sind Neu-Ulm für München, Leonberg für Stuttgart, Düsseldorf für Köln und Hamburg für Bremen.
In genau zwei Kinos: im Filmpalast am ZKM in Karlsruhe und im Technik Museum Sinsheim. Beide sind IMAX-Grand-Theatre-Säle mit zwei 4K-Laserprojektoren und einer Leinwand, die hoch genug für das volle Bild ist. Alle anderen deutschen IMAX-Säle zeigen eine oben und unten beschnittene 1,90:1-Fassung.
Es geht um Bildhöhe, nicht um Breite. Eine 1,43:1-Leinwand ist fast so hoch wie breit, ein in diesem Format gedrehter Film behält dort alles, was die IMAX-Kamera aufgenommen hat. Auf einer 1,90:1-Leinwand fehlen oben und unten Bildanteile.
Nein. Kein deutsches Kino besitzt einen 15/70-mm-Projektor. Die nächstgelegenen IMAX-70-mm-Kinos stehen in Prag, Brüssel, London, Manchester und Montpellier. Speyer projiziert zwar analogen IMAX-Film, aber auf eine Kuppel und nur für Dokumentationen.
Der Traumpalast in Leonberg bei Stuttgart mit 38,80 × 21,00 Metern beziehungsweise 815 m². Guinness World Records bestätigte sie im Dezember 2022 als größte permanente Kinoleinwand der Welt. Projiziert wird in 1,90:1.