Nordische Filmtage Lübeck 2026
Deutschlands einziges Festival für das Kino des Nordens und Nordostens Europas bespielt fünf Novembertage lang die Lübecker Altstadt. Gegründet 1956, ist es eines der ältesten Filmfestivals der Welt. Die 68. Ausgabe läuft vom 4. bis 8. November 2026.
Worum es geht
Die Nordischen Filmtage zeigen neues Kino aus dem Norden und Nordosten Europas: Spielfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme, Serien, Kinder- und Jugendfilme sowie immersive 360°-Werke. Es läuft seit 1956, ist das einzige Festival in Deutschland für diese Region und teilt diesen Fokus in Europa nur mit dem Festival du cinéma nordique in Rouen. Getragen wird es von der Hansestadt Lübeck zusammen mit den nationalen Filminstituten der nordischen und baltischen Länder. Künstlerische Leiterin ist seit Januar 2026 Hanna Reifgerst.
Acht Länder
Aus diesen acht Ländern kommt das Programm, in der Originalsprache mit Untertiteln.
In diesem Jahr
Eröffnet wird das Festival am 4. November im CineStar Stadthalle mit der Deutschlandpremiere von 'Uļa' (internationaler Titel 'Ulya', 2026) des lettischen Regisseurs Viesturs Kairišs. Das Drama über die Basketballspielerin Uljana Semjonova ist Lettlands Einreichung für den Oscar als bester internationaler Spielfilm.
Der Ehrenpreis 2026 geht an Anne Lajla Utsi, Direktorin des International Sámi Film Institute, für ihre Arbeit zur Stärkung des samischen und indigenen Films. Verliehen wird er bei der Eröffnung am 4. November, die Laudatio hält der samische Regisseur Nils Gaup, oscarnominiert für 'Pathfinder'.
Die Retrospektive, kuratiert von Jörg Schöning, erinnert an 125 Jahre von Thomas Manns Lübecker Familienroman 'Buddenbrooks', erschienen 1901. Ihre elf Filme kreisen um Firmen, Familien, Geld und die Generationen, von Bergmans 'Fanny und Alexander' bis zu Per Flys 'Das Erbe'. Gerhard Lamprechts 'Buddenbrooks' (1923), die erste Verfilmung des Romans, läuft in der farbig restaurierten Fassung mit Live-Musik von Studierenden der Musikhochschule Lübeck. Mann, ein Sohn Lübecks, erhielt 1929 den Nobelpreis für Literatur.
Das samische Filmschaffen zieht sich in diesem Jahr durch mehrere Sektionen. Den Auftakt macht eine Hommage mit fünf Filmen, die Anne Lajla Utsi ausgewählt hat: Nils Gaups 'Pathfinder' (1987), nach dem Gaup mit dem Publikum spricht, 'Das Mädchen aus dem Norden' (2016), 'Rádji' (2021), 'Homecoming' (2023) und 'Je'vida' (2023), der erste Spielfilm auf Skoltsamisch.
Wo es läuft
Das Festival verteilt sich über die kompakte Lübecker Altstadt. Jedes Kino unten verlinkt auf sein Programm. Die Eröffnung findet im CineStar Stadthalle statt.
Dazu bespielt das Festival das Theater Lübeck, den mobilen InfinityDome für sein 360°-Programm und weitere Orte in der Altstadt.
Das Programm
186 Filme in zehn Sektionen, in rund 250 Vorstellungen. Im Wettbewerb laufen 13 Spielfilme und 12 Dokumentarfilme.
Die Preise
Elf Preise im Gesamtwert von 70.000 Euro werden am Samstag, dem 7. November, bei einer Gala im Theater Lübeck verliehen. Der höchste ist der NDR-Filmpreis für einen Spielfilm mit 12.500 Euro; dazu wählt das Publikum einen Publikumspreis mit 7.500 Euro. Ehrenpräsidentin des Festivals ist Liv Ullmann.
Original mit Untertiteln
Dies ist kein Synchronfestival. Die Filme laufen in ihrer nordischen oder baltischen Originalsprache mit Untertiteln, die meisten mit englischen, viele mit deutschen. Es ist die größte Sammlung untertitelten nordischen und baltischen Kinos in Deutschland. Nur das Filmforum mit norddeutschen Produktionen läuft auf Deutsch.
Karten und Ablauf
Das vollständige Programm ist seit dem 13. Oktober online. Der Vorverkauf läuft nur online und beginnt am Samstag, dem 24. Oktober, um 15 Uhr, ohne Online-Gebühr. Ab dem 4. November verkauft auch die Kasse im CineStar Stadthalle Karten. Bezahlt wird nur bargeldlos. Am Tag vor dem Festival, dem 3. November, ist der Ocean Day im InfinityDome für alle kostenlos. Mehr als die Hälfte des Programms lässt sich vom 4. bis 15. November auch streamen.
- EinzelkarteErmäßigt 7,50 €
- 15 €
- Vorstellungen vor 18 Uhr und ab 21:30 UhrErmäßigt 5,50 €
- 11 €
- Kinder- und JugendprogrammUnter 18 Jahren. Erwachsene 10 €, ermäßigt 5 €
- 3 €
- StreamingPro Langfilm. Kurzfilme 3 €
- 9 €
- Pass SpätschichtEin Film für fünf Personen, Vorstellungen ab 21:30 Uhr
- 44 €
- FamilienpassEin Film aus dem Kinder- und Jugendprogramm für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 18, bis zu zwei weitere Kinder je 2 €
- 24 €
- Pass StuZubisStudierende und Auszubildende unter 27: bis zu zwei Filme am Tag im Kino und unbegrenzt Streaming, vorher registrieren
- 70 €
Ermäßigt sind Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, unter 18-Jährige, Bundesfreiwilligendienstleistende, Inhaberinnen und Inhaber der LübeckCard sowie Menschen mit einem GdB von 80.
Häufige Fragen
- Wann sind die Nordischen Filmtage 2026?
- Vom 4. bis 8. November 2026 in Lübeck.
- Was zeigt das Festival?
- Neues Kino aus den nordischen und baltischen Ländern: Spielfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme, Serien, Kinder- und Jugendfilme sowie immersive 360°-Werke.
- Welche Länder deckt es ab?
- Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden, Estland, Lettland und Litauen.
- Laufen die Filme im Original?
- Ja, in der nordischen oder baltischen Originalsprache mit Untertiteln, die meisten mit englischen. Nur das norddeutsche Filmforum läuft auf Deutsch.
- Wer erhält den Ehrenpreis 2026?
- Anne Lajla Utsi, Direktorin des International Sámi Film Institute, geehrt bei der Eröffnung am 4. November.
- Welcher Film eröffnet das Festival?
- 'Uļa' von Viesturs Kairišs, Lettlands Oscar-Einreichung, als Deutschlandpremiere am 4. November im CineStar Stadthalle.
- Ab wann gibt es Karten?
- Online ab Samstag, dem 24. Oktober 2026, um 15 Uhr. Das vollständige Programm ist seit dem 13. Oktober online. Eine Einzelkarte kostet 15 Euro, ermäßigt 7,50 Euro.
Angaben auf dieser Seite geprüft am 16. Oktober 2026.


