
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Die naTo am Südplatz gehört zu den ältesten Leipziger Kulturhäusern in freier Trägerschaft. Das Gebäude entstand in den 1950er Jahren als Versammlungsort der Nationalen Front der DDR. Ihre eigene Geschichte datiert die naTo auf ein Konzert im Mai 1982, nach dem Jazz, Neue Musik und Performance-Abende den Ort zu einem Haus der Alternativkultur machten. Die Cinémathèque Leipzig verantwortet das Filmprogramm seit den frühen 1990er Jahren, und lange war die naTo die Hauptspielstätte des Vereins: ein Blackbox-Saal mit Zuschauertribüne, Projektor und Kneipe, in dem zwischen Konzerten, Theater und Lesungen Filme in Originalfassung mit Untertiteln laufen. Rund zehn Monate war das Haus wegen Sanierung geschlossen (Dämmung, ebenerdiger Zugang, neue Tribüne, neue Technik) und öffnete am 7. März 2026 wieder. Aktuell steht hier nichts im Programm: Über den Sommer ruht das Kino, während die Cinémathèque ihre Open-Air-Spielzeiten bespielt, danach kehrt es zurück.