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Wo „Die Odyssee“ in voller Größe läuft, und wo nicht

Sieben Formate, eine Fassung von 172 Minuten. Die Version, für die Christopher Nolan gedreht hat, läuft in Deutschland nirgends. Das nächste Kino, das sie zeigen kann, steht in Prag.

An IMAX 15/70 mm film projector
Ein IMAX-15/70-mm-Projektor. Kein Kino in Deutschland hat einen.DiscoA340, CC0

Nolan hat „Die Odyssee“ auf IMAX-Film gedreht. Der Start verteilte sich dann auf sieben Formate, und der Filmdienst hat aufgeschrieben, was sie unterscheidet: nicht die Fassung, die überall 172 Minuten läuft, sondern der Projektor, die Form des Bildes und die Frage, ob überhaupt etwas analog ist.

Ganz oben steht IMAX 70 mm, von Film projiziert auf eine Leinwand, die hoch genug für das volle Format 1,43:1 ist. Kein Kino in Deutschland kann das. Der Filmdienst nennt Brüssel, London und Prag als nächstgelegene Häuser.

Die sieben, in der Reihenfolge des Filmdiensts: IMAX 70 mm, IMAX, 70 mm, 35 mm, Dolby Cinema, Premium Large Format und normales Digitalkino. Nur beim ersten ist das Material im Spiel, auf das Nolans Kameras aufgenommen haben, und nur die ersten beiden sind IMAX in dem Sinn, den die Werbung meint.

Zwei deutsche Säle zeigen das volle Bild

Digital läuft 1,43:1 an genau zwei Orten. Das Technik Museum Sinsheim schreibt auf seiner eigenen Seite, es sei eines der beiden, auf einer Leinwand von 22 mal 27 Metern, und gibt die Laufzeit bis zum 2. September an, mit deutschen, OV- und OmU-Vorstellungen. Das andere ist der Filmpalast am ZKM in Karlsruhe.

Überall sonst läuft die IMAX-Fassung in 1,90:1, oben und unten beschnitten. Das ist kein kleiner Verlust. Auf einer 1,43:1-Leinwand ist das Bild fast so hoch wie breit.

Der Unterschied lohnt sich zu merken, denn ein Kino, das IMAX bewirbt, verspricht damit nicht das hohe Bild. Von den sechzehn IMAX-Installationen in Deutschland zeigen vierzehn 1,90:1. Zwei davon laufen noch mit der älteren 2K-Xenon-Technik statt mit zwei Laserprojektoren.

Vier Häuser legen noch 70 mm ein

Analoges 70 mm ist nicht IMAX 70 mm, aber es ist das Nächstliegende, was es hier gibt. Der Filmdienst nennt den Zoo Palast in Berlin, das Savoy in Hamburg, die Schauburg in Karlsruhe und die Lichtburg in Essen, für etwa 15 Euro in Essen und Berlin.

Die Schauburg gibt ihre 70-mm-Termine mit dem 10. bis 12. August an, auf der gekrümmten Cinerama-Leinwand von 2015, und markiert einzelne Vorstellungen als OV oder OmU. Diese Angaben lohnt es zu lesen, statt sie anzunehmen: Dieselbe Kopie läuft dort mal so, mal so.

Der Filmdienst nennt außerdem den Traumpalast in Leonberg, mit 38,80 mal 21,00 Metern die größte Kinoleinwand der Welt, bestätigt von Guinness World Records im Dezember 2022. Er führt Leonberg getrennt von den vier 70-mm-Häusern, dort läuft der Film digital in 1,90:1.

Worauf man vor dem Buchen achten sollte

Zwei Angaben entscheiden, was man bekommt. Das Format nennt Bildform und Projektor. Die Fassung nennt die Sprache: Sinsheim spielt denselben Film im selben Saal auf Deutsch, in OV und in OmU, und die Schauburg markiert ihre 70-mm-Termine einzeln.

Der Preis richtet sich nach dem Format, nicht nach dem Film. Der Filmdienst nennt für die 70-mm-Vorstellungen in Essen und Berlin etwa 15 Euro.

Quellen

Alle Angaben oben stammen von diesen Seiten. Wo sie sich widersprechen, schreiben wir das dazu, statt uns für eine Zahl zu entscheiden.