
Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin
1963 als Premierenkino der DDR eröffnet, steht das Kino International als Denkmal sozialistisch-modernistischer Architektur an der Karl-Marx-Allee. Entworfen von Architekt Josef Kaiser, beherbergte sein monumentales Foyer mit 550-Plätze-Saal einst jede bedeutende ostdeutsche Filmpremiere. Die weitläufige Glasfassade und geometrischen Reliefs verkörpern den Idealismus einer Epoche, die leidenschaftlich an den öffentlichen Auftrag des Kinos glaubte. Heute dient es als Berlinale-Spielstätte und Heimat der traditionsreichen MonGay-LGBTQ+-Filmreihe, die neue kulturelle Fäden durch seine geschichtsträchtigen Hallen webt. Derzeit wird es umfassend saniert und soll 2026 in restaurierter architektonischer Pracht wiederöffnen.